Rettungsmission für Swift
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat eine Notfallmission gestartet, um das Swift-Weltraumteleskop vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu schützen. Das Teleskop, das seit 2004 im Orbit aktiv ist, befindet sich in einer Bahn, die durch den Luftwiderstand allmählich absinkt.
Um ein mögliches Verbrennen des Satelliten zu verhindern, wird ein spezieller Rettungsflug mit einer Pegasus-Rakete durchgeführt. Diese Rakete, die bereits mehrfach für den Transport von Nutzlasten in den Orbit eingesetzt wurde, fliegt nun zum letzten Mal, um ein Rückholmodul zu Swift zu bringen.
Der Start erfolgte von der Raumfahrtbasis in Vandenberg, Kalifornien. Nach dem Zünden der Trägerrakete wird das Rückholmodul in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht, wo es das Swift-Satellitenmodul einholt und sicher in eine höhere, stabile Umlaufbahn transferiert.
Die Mission ist technisch anspruchsvoll, weil das Rückholmodul präzise an das sich bewegende Ziel herankommen muss. Ingenieure haben mehrere Simulationen durchgeführt, um die Rendezvous‑Manöver zu optimieren.
- Startzeit: 03:45 UTC
- Startort: Vandenberg Space Force Base
- Rettungsmodul: Pegasus‑Rückholkapsel
- Zielorbit: 550 km Höhe
Falls das Manöver erfolgreich ist, kann Swift seine wissenschaftlichen Aufgaben, insbesondere die Beobachtung von Gammastrahlenausbrüchen und Supernovae, weiterführen. Ein Scheitern würde das Ende einer der langlebigsten Raumfahrtmissionen bedeuten.