NASA warnt vor Infrastrukturdefizit für Artemis-Missionen
Eine aktuelle Prüfung der Aufsichtsbehörde zeigt, dass die bodengestützten Anlagen der NASA nicht ausreichen, um den geplanten Startrhythmus des Artemis-Programms zu bewältigen, ohne umfassende Modernisierungen. Dem Bericht zufolge wären etwa eine Milliarde Dollar nötig, um Startplanken, Treibstoffversorgung und zugehörige Systeme am Hauptspaceport auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Aufsichtsbehörde weist darauf hin, dass viele Komponenten noch aus der Ära des Space Shuttle stammen und durch Alterung und Verschleiß gefährdet sind. Erforderliche Maßnahmen umfassen die Aufarbeitung des Startkomplexes, die Verbesserung des Wasserdüsensystems sowie die Stärkung des Stromnetzes, um den höheren Schub des Space Launch Systems zu verkraften.
NASA‑Verantwortliche bestätigen die Erkenntnisse und erklären, dass sie mit dem Kongress zusammenarbeiten, um die benötigten Mittel zu sichern. Sie betonen, dass rechtzeitige Investitionen nicht nur für das Artemis‑Vorhaben, sondern auch für den wachsenden kommerziellen Startmarkt essenziell sind, der dieselben Einrichtungen nutzt.
Sollte die Finanzierung ausbleiben, warnt die Aufsichtsbehörde vor Verzögerungen bei bemannten Mondlandungen sowie höheren Kosten aufgrund verlängerten Wartungsbedarfs und möglicher Nacharbeit. Der Bericht fordert ein abgestimmtes Vorgehen zwischen NASA, Industriepartnern und Gesetzgebern, um die Lücke vor dem nächsten Startfenster zu schließen.
- Modernisierung der Startplanken 39A und 39B
- Erneuerung der Treibstofflager und -leitungen
- Aufrüstung des elektrischen Versorgungsnetzes
- Verbesserung des Wasserschutz‑ und Delugesystems