Zusammenarbeit von Swinburne und CSIRO
Wissenschaftler der Swinburne University of Technology und des australischen Forschungsinstituts CSIRO haben kürzlich Daten von einem kürzlich beobachteten Neutronenstern-Zusammenstoß mit optischen Messungen verknüpft. Ziel ist es, die Expansionsrate des Universums – die Hubble‑Konstante – unabhängiger von bisherigen Methoden zu bestimmen.
Messung mittels Gravitationswellen
Der Zusammenstoß von zwei Neutronensternen erzeugte sowohl ein starkes Gravitationswellensignal als auch ein Leuchtfeuer im sichtbaren Spektrum. Durch die Analyse der Zeitverzögerung zwischen beiden Signalen lässt sich die Entfernung des Ereignisses exakt berechnen, was wiederum eine direkte Schätzung der Hubble‑Konstanten ermöglicht.
Konflikt in der Kosmologie
Seit über einem Jahrzehnt gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen den Werten, die aus der kosmischen Hintergrundstrahlung und aus lokalen Messungen von Supernovae abgeleitet werden. Die neue Methode könnte als dritter, unabhängiger Ansatz dienen, um diese Spannung zu lösen.
Erste Ergebnisse und Ausblick
Die vorläufigen Zahlen liegen zwischen den bislang rivalisierenden Werten, was darauf hindeutet, dass systematische Fehler in den etablierten Techniken eine Rolle spielen könnten. Weitere Beobachtungen ähnlicher Ereignisse sind geplant, um die Statistik zu verbessern und die Unsicherheit zu verringern.
Bedeutung für die Zukunft
Ein genauerer Wert der Hubble‑Konstanten ist entscheidend für Modelle der dunklen Energie und das Verständnis der langfristigen Entwicklung des Universums. Die Kombination von Gravitationswellen‑ und elektromagnetischen Daten eröffnet dabei ein neues, vielversprechendes Messfenster.