Ein Team von NASA-geförderten Wissenschaftlern und Ingenieuren hat ein neuartiges Konzept zur Beobachtung hochenergetischer Teilchen in der erdnahen Raumumgebung vorgestellt. Dabei werden miniaturisierte Sensoren in ein kompaktes, mehransichtiges Teilchendetektionsinstrument integriert, das bisher keine Vergleichbares aufweist.
Das Instrument ist speziell für den Einsatz auf CubeSats konzipiert, kleinen Satelliten, die aufgrund ihrer geringen Größe und Kosten zunehmend für wissenschaftliche Missionen genutzt werden. Durch die Integration mehrerer Sichtrichtungen kann das Gerät Teilchen aus verschiedenen Winkeln gleichzeitig erfassen, was die Richtungsauflösung erheblich verbessert.
Die Messungen konzentrieren sich auf energiereiche Teilchen, die in der Magnetosphäre und der oberen Atmosphäre vorkommen und sowohl für das Weltraumwetter als auch für die Strahlenbelastung von Satelliten relevant sind. Die hohe Fidelität der Daten ermöglicht ein besseres Verständnis von Teilchenbeschleunigungsprozessen und deren Wechselwirkungen mit der Erdumgebung.
Die Entwickler sehen das System als Grundlage für zukünftige Konstellationen von CubeSats, die ein globales, Echtzeit-Monitoring des Teilchenflusses ermöglichen könnten. Weitere Tests und Kalibrierungen sind geplant, um die Leistungsfähigkeit unter realen Weltraumbedingungen zu bestätigen.