Studie liefert neue Erkenntnisse zur Dynamik des Sonnenwinds
Wissenschaftler des Southwest Research Institute haben mithilfe von Messungen der Raumsonde New Horizons untersucht, wie sich der Sonnenwind im äußeren Heliosphärenbereich verändert. Die Ergebnisse, die im Astrophysical Journal veröffentlicht wurden, zeigen, dass interstellare Atome eine spürbare Bremswirkung auf das Teilchenstromfeld ausüben.
Messungen im äußeren Sonnensystem
Seit dem Vorbeiflug an Pluto im Jahr 2015 liefert New Horizons kontinuierlich Daten über die Teilchendichte, Geschwindigkeit und Temperatur des Sonnenwinds bis zu einer Entfernung von über 120 Astronomischen Einheiten. Die Analyse dieser Langzeitdaten ermöglichte es, ein graduelles Absinken der Windgeschwindigkeit zu quantifizieren.
Einfluss interstellarer Neutralatome
Die Forscher identifizierten, dass neutral geladene Atome aus dem interstellaren Medium in das Sonnensystem eindringen und dort mit den geladenen Teilchen des Sonnenwinds kollidieren. Diese Wechselwirkungen führen zu einem Energieverlust des Sonnenwinds, was sich als Verlangsamung äußert.
Bedeutung für das heliosphärische Grenzgebiet
Das Ergebnis liefert wichtige Hinweise für das Verständnis der heliophysikalischen Prozesse an der Grenze zwischen Sonnenwind und interstellarem Medium. Die Verlangsamung beeinflusst die Form und Position der Heliosphäre, die das Sonnensystem vor galaktischer Strahlung schützt.
Ausblick
Weitere Beobachtungen mit New Horizons und anderen Missionen sollen die Wechselwirkung zwischen Sonnenwind und interstellarem Gas genauer charakterisieren und Modelle der heliosphärischen Struktur verfeinern.