Am 23. Juni bestätigten Flugleiter am Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Laurel, Maryland, dass die Sonde New Horizons nach ihrer längsten Ruhephase überhaupt wieder aktiv ist. Der Ruhezustand dauerte nahezu ein Jahr und stellt die längste Hibernation in der Geschichte der Mission dar.
Nach dem Aufwachen wurden alle Systeme einer gründlichen Prüfung unterzogen. Triebwerke, Kommunikationsanlage und wissenschaftliche Instrumente funktionieren einwandfrei. Die Sonde befindet sich damit in gutem Gesundheitszustand und ist bereit, die während der Ruhephase gesammelten Daten zur Erde zu übertragen.
New Horizons wurde 2006 gestartet, führte 2015 den historischen Pluto-Flugby durch und besuchte 2019 das Kuiper-Gürtel-Objekt Arrokoth. Die aktuelle Phase konzentriert sich auf die Erforschung des äußeren Kuiper-Gürtels, wobei Staubdetektoren, Teilchenspektrometer und Kameras kontinuierlich Messwerte aufnehmen.
Die Energieversorgung erfolgt mittels eines Radioisotop-Thermoelektro-Generators, der ausreichend Strom für weitere Jahre liefert. Bei aktuellem Verbrauch könnte die Mission bis Mitte der 2030er Jahre betrieben werden, wodurch weitere Erkenntnisse über die entfernten Regionen unseres Sonnensystems gewonnen werden können.