Vorhersage der solaren Zyklen verbessert
Ein Forschungsteam hat ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich die Stärke des nächsten Aktivitätszyklus der Sonne bereits bis zu sieben Jahre vor dessen Höhepunkt abschätzen lässt. Damit rückt die Möglichkeit näher, den sogenannten Schlafzustand unseres Zentralgestirns besser zu verstehen und daraus Rückschlüsse auf künftige Weltraumwetterbedingungen zu ziehen.
Die Sonne durchläuft periodisch Phasen geringerer und höherer Aktivität. In ruhigen Abschnitten, wenn kaum Sonnenflecken auftreten, wirkt das Gestirn gleichsam inaktiv. Wenn es aus dieser Phase erwacht, können verstärkte Strahlungsausbrüche und Teilchenströme Satelliten, Kommunikationssysteme und Astronauten gefährden.
Bedeutung für das Weltraumwetter
Die neue Herangehensweise nutzt Beobachtungen aus der ruhigen Phase, um die spätere Maximalintensität vorherzusagen. Eine zuverlässige Einschätzung Jahre im Voraus gäbe Betreibern von Raumfahrtinfrastruktur mehr Zeit, Schutzmaßnahmen zu planen. Auch wissenschaftliche Missionen könnten von verbesserten Prognosen profitieren.
- Vorhersagefenster von bis zu sieben Jahren vor dem Zyklusmaximum
- Grundlage bilden Daten aus der minimal aktiven Phase der Sonne
- Relevanz für Satellitenbetrieb und bemannte Raumfahrt
Die Ergebnisse zeigen, dass die Ruhephase der Sonne wertvolle Hinweise auf das künftige Verhalten liefert. Weitere Untersuchungen sollen klären, wie präzise das Verfahren in der Praxis bleibt.