Hintergrund der Untersuchung
Ein Team des Institut de Physique du Globe de Paris hat die Bilddaten der NASA‑Mission Dawn ausgewertet, um Oberflächenprozesse auf dem Asteroiden Vesta zu untersuchen. Dabei wurde ein Bayessches Inversionsverfahren des Hapke‑Photometrie‑Modells eingesetzt, um die Lichtreflexionseigenschaften verschiedener Ablagerungen zu quantifizieren.
Ergebnisse zu Lawinen und Ejektaten
Die Analyse ergab, dass die am stärksten reflektierenden Flächen mit den jüngsten Lawinen‑ und Ejektatablagerungen korrespondieren. Diese Beobachtung liefert einen direkten Hinweis darauf, welche Regionen des Regoliths erst kürzlich mobilisiert wurden.
Bedeutung für die Regolithforschung
Durch die Korrelation von Helligkeit und Mobilisationszeitpunkt eröffnet die Methode eine neue Möglichkeit, die evolutionären Schritte von regolithbedeckten, luftleeren Körpern nachzuvollziehen. Sie könnte künftig auch auf andere Asteroiden oder den Mond angewendet werden.
Publikation
Die vollständigen Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.