Wenn ein massereicher Stern am Ende seiner Entwicklung steht, endet er in einer Supernova, deren Leuchtkraft mehrere Monate anhalten kann. Einige dieser Explosionen zeigen jedoch eine ungewöhnlich lange Nachleuchtphase, die über Jahre hinweg sichtbar bleibt.
Ursache für die verlängerte Helligkeit
Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass ein Begleitstern in einem engen Binärsystem entscheidend ist. Kurz vor dem eigentlichen Kollaps stößt der primäre Stern große Mengen an Materie aus, die sich in der Umgebung ansammeln und einen dichten Kokon aus circumstellarem Medium bilden.
Der eigentliche Supernova‑Schock durchdringt dieses Material und erzeugt dabei eine anhaltende Wechselwirkung, die das Licht über einen viel längeren Zeitraum stark leuchten lässt. Ohne dieses umgebende Gas würde die Energie schneller ins All entweichen und die Leuchtkraft schneller abfallen.
Die Ergebnisse basieren auf Beobachtungen mehrerer langanhaltender Supernovae sowie auf computergestützten Modellrechnungen, die das Zusammenspiel von Sternenexplosion und umgebender Materie simulieren. Die Forscher schließen, dass isolierte Einzelsterne diese Art von Interaktion nicht erzeugen können.