John Mackey, CEO und Mitbegründer von Mbryonics, erklärt, dass das Unternehmen optische Terminals entwickelt, die hochgeschwindige Verbindungen zwischen Raumfahrzeugen, Bodenstationen und zukünftigen Mondbasen herstellen können.
Technik hinter den Laser‑Links
Im Gegensatz zu herkömmlichen Funkverbindungen nutzen optische Systeme Licht im nahen Infrarotbereich, wodurch Datenraten von mehreren Gigabit pro Sekunde bei deutlich kleinerer Antenne und geringerem Energieverbrauch erreicht werden können.
- Mbryonics plant, plug‑and‑play‑Optikmodems anzubieten, die sich in bestehende Satellitenbusse integrieren lassen.
- Die Links sollen sowohl für Erdbeobachtung als auch für wissenschaftliche Missionen und bemannte Outposts Echtzeitdaten liefern.
Herausforderungen und Standardisierung
Neben der technischen Ausrichtung müssen Fragen der Interoperabilität, der Protokollkompatibilität und der Weltraumverkehrsregelung geklärt werden. Unternehmen und Behörden arbeiten an gemeinsamen Standards, damit unterschiedliche Systeme nahtlos zusammenarbeiten können.
Ein erster Demonstrator könnte laut Mackey bereits 2026 starten und Kreuz‑Links zwischen Low‑Earth‑Orbit‑Plattformen und einem geostationären Knoten testen. Erfolgreiche Tests würden den Grundstein für ein skalierbares „Weltraum‑Internet“ legen, das kommerzielle Konstellationen, staatliche Assets und Forschungssonden unter einem gemeinsamen Protokoll vereint.