Der bisherige Kommandeur der United States Space Force hat in seiner letzten öffentlichen Rede eine klare Warnung ausgesprochen: Sollte ein bewaffneter Konflikt auch den Weltraum erreichen, bliebe niemand von dessen Auswirkungen verschont. Diese Aussage erfolgte im Rahmen seiner Abschiedsansprache, in der er seine Amtszeit beim neuesten Zweig der US-Streitkräfte beendete.
Er betonte, dass die zunehmende Abhängigkeit von satellitengestützter Kommunikation, Navigation und Aufklärung bedeutet, dass ein Angriff auf Weltraumassets unmittelbare Folgen für das globale Sicherheitsgefüge hätte. Die Vernetzung ziviler und militärischer Systeme im All mache es nahezu unmöglich, dass einzelne Staaten oder Regionen unberührt blieben.
Der Sprecher führte weiter aus, dass die Schwelle für ein Eskalationsszenario im Weltraum aufgrund der wachsenden Zahl an Akteuren und der zunehmenden Komplexität der Orbitalinfrastruktur gesenkt worden sei. Deshalb sei es essenziell, dass die internationale Gemeinschaft frühzeitig Mechanismen zur Vermeidung von Fehlinterpretationen und unabsichtlichen Eskalationen entwickelt.
Abschließend mahnte er zu Wachsamkeit und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Weltraum als gemeinschaftlichem Ressource. Die Sicherung der Langzeitnutzbarkeit des Orbits sei nicht nur eine militärische, sondern auch eine zivile Aufgabe, die ein koordiniertes Handeln aller Nationen erfordere.