Planeten entstehen in den rotierenden Scheiben aus Gas und Staub, die junge Sterne umgeben. Diese protoplanetaren Scheiben stellen das Rohmaterial bereit, aus dem feste Kerne und später gasreiche Hülle entstehen können.
Doch die jungen Sterne sind alles andere als ruhig. Sie emittieren potente Stellarwinde und hochenergetische Strahlung, die das Gas aus der Scheibe verdrängen oder sogar vollständig zerstören können.
Deswegen befindet sich die Planetentstehung in einem Wettlauf gegen die Zeit. Insbesondere Gasriese, die eine beträchtliche Menge Wasserstoff und Helium akkumulieren müssen, haben nur wenige Millionen Jahre, bevor das Gas reservoir aufgebraucht ist.
Observationen mit Radioteleskopen zeigen, dass viele Scheiben bereits nach ein bis zwei Millionen Jahre signifikante Gasverluste aufweisen. Dieses begrenzte Zeitfenster erklärt, warum manche Planetensysteme nur felsige Welten besitzen, während andere auch riesige Gasplaneten hervorbringen.