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Plutonium‑Spuren in ozeanischem Gestein weisen auf uralten Sternenkollision hin

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Plutonium‑Spuren in ozeanischem Gestein weisen auf uralten Sternenkollision hin
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Ein im Jahr 1976 vom Meeresboden des Pazifiks gehobener Gesteinsblock liefert neue Hinweise auf ein kosmisches Ereignis, das vor rund 100 Millionen Jahren stattfand. Wissenschaftler haben in dem ferromanganesischen Gestein Spuren von Plutonium‑Isotopen nachgewiesen, die nur in extrem energiereichen Prozessen entstehen.

Ursprung der Plutonium‑Isotope

Vor etwa 100 Millionen Jahren kollidierten zwei Neutronensterne, ein Ereignis, das als Kilonova bezeichnet wird. Dabei wurden schwere Elemente, darunter langlebige Plutonium‑Isotope, in den Weltraum geschleudert. Diese stellare Trümmerwolke breitete sich im Sonnensystem aus und setzte sich schließlich teilweise auf der Erde ab.

Wie das Gestein die kosmische Geschichte bewahrt

Ein Teil der kosmischen Partikel sank in den Ozean und wurde in Sedimenten eingeschlossen. Im Laufe der Zeit bildete sich ein Ferromanganes‑Knoten, in dem sich einige hundert Atome des radioaktiven Plutoniums ansammelten. Die Analyse dieser Atome ermöglicht Rückschlüsse auf die Art der Kollision und ihr Alter.

Bedeutung für die Astrophysik

Die entdeckten Plutonium‑Isotope gelten als die überzeugendsten Belege dafür, dass Kilonovae tatsächlich für die Produktion schwerer Elemente im Universum verantwortlich sind. Durch die Bestimmung des Verhältnisses verschiedener Isotope lässt sich das Zeitfenster der Kollision genauer eingrenzen.

Weitere Forschungsschritte

Forscher planen, weitere ozeanische Gesteinsproben zu untersuchen, um die Häufigkeit solcher Ereignisse zu quantifizieren und die Modelle zur Nukleosynthese in Kilonovae zu verfeinern.

Häufige Fragen

Wie konnten Plutonium‑Isotope im ozeanischen Gestein nachgewiesen werden?

Durch hochpräzise Massenspektrometrie wurden die seltenen Plutonium‑Isotope im Ferromanganes‑Knoten identifiziert.

Warum ist die Entdeckung für die Theorie der schweren Elemente wichtig?

Sie liefert direkten Beweis, dass Kilonova‑Ereignisse schwere Elemente wie Plutonium im Universum erzeugen.

Welche weiteren Proben werden untersucht?

Wissenschaftler planen, weitere Ferromanganes‑Knoten aus verschiedenen Tiefseegebieten zu analysieren, um die Häufigkeit solcher kosmischer Ereignisse zu bestimmen.