Intensive Sonneneruption beeinflusst Erdumfeld
Am 2. Juli löste die Sonne eine X‑Klasse‑Flare der Stärke X1.1 aus, die für wenige Minuten die Funkverbindungen auf der sonnenzugewandten Seite unseres Planeten beeinträchtigte. Die Strahlung erreichte die Erde innerhalb von etwa acht Minuten, was zu kurzen Störungen im Hochfrequenz‑ und Satelliten‑Kommunikationsnetz führte.
Begleitender koronaler Massenauswurf
Parallel zur Flare wurde ein koronaler Massenauswurf (CME) in Richtung Erde ausgeworfen. Raumfahrt‑ und Wetterdienste schätzen, dass das Plasma‑ und Magnetfeld‑Gerüst des CME die Erde am 3. Juli erreichen wird, also etwa 24 Stunden nach dem Ausbruch.
Mögliche Auswirkungen auf das Magnetfeld
Wird das interplanetare Magnetfeld des CME mit dem Erdmagnetfeld koppeln, könnte ein geomagnetischer Sturm entstehen. Solche Stürme können die Aurora‑Aktivität verstärken und damit in höheren Breiten, insbesondere in Nordamerika und Nordeuropa, spektakuläre Nordlichter hervorrufen – möglicherweise bereits am Wochenende des 4. Juli.
Warnungen für Technik und Infrastruktur
Die Vorhersagebehörden haben bereits Warnungen an Betreiber von Stromnetzen, Satelliten und Fluggesellschaften herausgegeben. Während die meisten Systeme robust genug sind, können intensive geomagnetische Aktivitäten induzierte Ströme in Stromleitungen und Störungen bei GPS‑Empfängern verursachen.
Ausblick
Die weitere Entwicklung wird von Satelliten wie dem Solar‑and‑Heliospheric‑Observatory (SOHO) und dem Parker Solar Probe überwacht. Sollten die Modelle die Ankunftszeit des CME bestätigen, könnten die nächsten Tage für Beobachter des Nordhimmels besonders interessant werden.