Forschungsprofil
Sarah Pappert promoviert in Astrophysik an der Technischen Universität München. Im Rahmen ihrer Promotion arbeitet sie am Max‑Planck‑Institut für extraterrestrische Physik, wo sie von Prof. Dr. Reinhard Genzel und Prof. Dr. Frank Eisenhauer betreut wird. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Entstehungsmechanismen supermassiver Schwarzer Löcher sowie der Entwicklung hochpräziser Beobachtungsinstrumente für das in Chile geplante Extremely Large Telescope (ELT).
Instrumentenentwicklung für das ELT
Im Rahmen des ELT‑Projekts konzipiert Pappert neue Spektrographen und Bildgebungssysteme, die es ermöglichen sollen, die Umgebung von supermassiven Schwarzen Löchern in bislang unerreichter Auflösung zu beobachten. Die Instrumente sollen insbesondere die Messung von Gasbewegungen und Sternendynamik im Zentrum ferner Galaxien ermöglichen.
Wissenschaftskommunikation
Neben ihrer Forschung engagiert sich Pappert aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie hält Vorträge an Schulen, organisiert Workshops für Mädchen und junge Frauen und nutzt soziale Medien, um komplexe astrophysikalische Themen verständlich zu vermitteln. Ihr Ziel ist es, mehr Frauen für naturwissenschaftliche Studiengänge zu begeistern.
Zukünftige Perspektiven
Die gewonnenen Daten des ELT könnten Aufschluss darüber geben, wie die ersten supermassiven Schwarzen Löcher im frühen Universum entstanden sind. Pappert hofft, dass ihre Arbeit nicht nur das Verständnis dieser Objekte vertieft, sondern auch die technologische Basis für zukünftige Weltraumbeobachtungen stärkt.