Ein Team japanischer Wissenschaftler hat ein Gerät entwickelt, das mit geringem Energieverbrauch Stickstoff direkt aus der Umgebungsluft filtert und in einen nutzbaren Dünger umwandelt. Dieses System wurde anschließend verwendet, um Reis in einem Substrat anzubauen, das die Eigenschaften des Mondbodens nachahmt.
Die Experimentsreihe zeigte, dass der so hergestellte Dünger ausreicht, um die Reisplanten erfolgreich keimen und wachsen zu lassen. Die Pflanzen entwickelten gesunde Halme und bildeten Körner, die den Erwartungen entsprachen.
Zusatzentdeckung: Stressresistenz und Ernährungswert
Während der Untersuchungen stellten die Forschenden fest, dass die mit dem Luft-Stickstoff-Dünger versorgten Pflanzen eine erhöhte Resistenz gegenüber Stressfaktoren zeigten. Zudem wies das Gewebe einen höheren Gehalt an bestimmten Aminosäuren auf, was den Ernährungswert steigern könnte.
Die Wissenschaftler vermuten, dass der unerwartete Effekt auf die veränderte Stickstoffverfügbarkeit zurückzuführen ist, die die Stoffwechselwege der Pflanzen beeinflusst. Dieser Befund könnte nicht nur für zukünftige Mondbasen von Bedeutung sein, sondern auch neue Ansätze für nachhaltige Landwirtschaft auf der Erde bieten.
- Mögliche Reduktion von synthetischen Düngemitteln
- Verbesserte Pflanzenresistenz unter extremen Bedingungen
- Erhöhter Nährwert von Grundnahrungsmitteln
Weitere Studien sollen die Langzeitwirkung des Verfahrens untersuchen und die Skalierbarkeit für den Einsatz in geschlossenen Lebenserhaltungssystemen prüfen.