Um die Zusammensetzung von Asteroiden genauer zu bestimmen, plant die britische Raumfahrtbehörde ein neues Missionen-Konzept, das in einem White Paper an das UK Space Agency’s 2035 Space Frontiers Programm übermittelt wurde. Das Projekt, der REndezvous Mission for Orbital Reconstruction of Asteroids – kurz REMORA, soll ein autonomes CubeSat-Netzwerk einsetzen, um mehrere nahe Erdasteroiden zu markieren, zu verfolgen und zu charakterisieren.
REMORA sieht vor, dass mehrere CubeSats in einer Formation um einzelne Asteroiden fliegen. Durch die Nutzung von hochmodernen Sensoren und KI-gesteuerten Steuerungssystemen können die Satelliten die Oberflächenbeschaffenheit, die Masseverteilung und die Zusammensetzung der Asteroiden in Echtzeit erfassen. Die Daten werden anschließend an die Erde zurückgesendet, wo sie von Wissenschaftlern analysiert werden, um mehr über die Ursprünge und die potenzielle Gefährdung dieser Himmelskörper zu erfahren.
Ein wesentlicher Vorteil der CubeSat-Architektur ist die Skalierbarkeit. Während herkömmliche Missionen oft nur einen einzelnen Raumsonde einsetzen, ermöglicht REMORA die gleichzeitige Beobachtung mehrerer Objekte. Dadurch können Vergleichsstudien durchgeführt und die Vielfalt der Asteroidenpopulation besser verstanden werden. Zudem reduziert die Nutzung kleiner Satelliten die Kosten erheblich und verkürzt die Entwicklungszeiten.
Das Konzept wurde auf der arXiv-Plattform veröffentlicht und soll als Vorschlag für das 2035 Space Frontiers Programm dienen. Sollte es zur Genehmigung kommen, würde REMORA einen bedeutenden Schritt in Richtung einer umfassenderen Asteroidenerkundung darstellen und die Grundlage für zukünftige Weltraumressourcenprojekte legen.