Start von New Zealand aus
Am 26. Juni hob die Elektronik‑Startanlage von Rocket Lab auf der neuseeländischen Insel Mahia den zehnten Satelliten für den japanischen Anbieter Synspective ab. Der Träger, eine Electron‑Rakete, erreichte nach etwa acht Minuten die geplante Umlaufbahn.
Verzögerung durch reaktionsschnelle Mission
Ursprünglich war der Flug für Anfang Juni vorgesehen, musste jedoch verschoben werden, weil Rocket Lab kurzfristig eine Mission für ein anderes Kundenprojekt übernehmen musste. Die flexible Einsatzplanung ermöglichte es, den Start für den Synspective‑Satelliten nachzuholen, ohne den Gesamtzeitplan zu gefährden.
Satellit und Anwendung
Der Satellit ist mit einem hochauflösenden Radar‑Imaging‑System ausgestattet, das Erdbeobachtungsdaten in allen Wetterbedingungen liefert. Synspective plant, die Aufnahmen für die Überwachung von Infrastrukturen, Katastrophenmanagement und Umweltanalysen zu nutzen.
Bedeutung für die kommerzielle Raumfahrt
Der erfolgreiche Flug markiert den zehnten Auftrag von Synspective bei Rocket Lab und unterstreicht die wachsende Nachfrage nach schnellen, kosteneffizienten Starts kleiner Nutzlasten. Die Partnerschaft demonstriert zudem die Fähigkeit von Rocket Lab, kurzfristige Änderungen im Flugplan zu integrieren.
Ausblick
Nach dem Start wird der Satellit mehrere Monate in einer sonnensynchronen Umlaufbahn operieren. Synspective plant, die gewonnenen Daten in ihre bestehenden Analyseplattformen zu integrieren und weitere Satelliten in den kommenden Jahren zu starten.