Rocket Lab legt Protest gegen NASA-Vertrag mit Blue Origin ein
Der US-amerikanische Raketenbauer Rocket Lab hat offiziell einen Protest gegen die Entscheidung der NASA eingelegt, Blue Origin einen Vertrag zur Lieferung eines Mars-Orbiters im Wert von 700 Millionen US-Dollar zu erteilen. Der Protest wurde bei der zuständigen Behörde eingereicht und beruht auf der Auffassung, dass die Vertragsvergabe nicht den von Kongress festgelegten Zulassungsregeln entspricht.
Laut Rocket Lab hätten die Kongressvorgaben bestimmte Kriterien für die Teilnahme an Wettbewerben um tiefenraummissionen definiert, die Blue Origin angeblich nicht erfüllt. Das Unternehmen argumentiert, dass die NASA diese Vorgaben bei der Evaluation des Angebots nicht ausreichend berücksichtigt habe, wodurch das Ergebnis des Auswahlverfahrens verzerrt sei.
Der umstrittene Vertrag sieht die Entwicklung und den Bau eines Orbiter-Systems vor, das zukünftig wissenschaftliche Daten vom Mars sammeln und zur Unterstützung künftiger bemannter Missionen beitragen soll. Beide Unternehmen hatten zuvor ihre jeweiligen Konzepte vorgestellt, wobei Rocket Lab betont, dass sein Angebot alle formalen Anforderungen erfüllt habe.
Die NASA hat bislang nicht öffentlich auf den Protest reagiert. Sollte der Protest erfolgreich sein, könnte die Agentur gezwungen sein, die Vertragsvergabe zu überprüfen oder ein neues Auswahlverfahren einzuleiten. Der Fall unterstreicht die anhaltende Konkurrenz im Bereich der kommerziellen Raumfahrt und die Bedeutung klarer regulatorischer Rahmenbedingungen für öffentliche Aufträge.