Satellitendaten zeigen Ausmaß der Hitzewelle
Die europäische Erdbeobachtungsmission Sentinel‑3 hat im Juni 2026 hochauflösende Messungen der Oberflächentemperatur über dem Kontinent aufgenommen. Die Daten ermöglichen eine präzise Kartierung der Regionen, in denen die Temperaturen deutlich über den langjährigen Durchschnitt lagen.
Methodik und Beobachtungszeitraum
Mit ihrem OLI‑ und SLSTR‑Instrument sammelte Sentinel‑3 tägliche Infrarot‑ und Thermaldaten. Die Messungen decken den gesamten Monat Juni ab und zeigen, dass mehrere Hotspots Temperaturen von über 45 °C erreichten, wobei die südlichen Mittelmeerländer besonders stark betroffen waren.
Bedeutung für die Forschung
Wissenschaftler können die Satellitenbilder nutzen, um die räumliche Verteilung der Hitze zu analysieren und mögliche Zusammenhänge mit städtischer Wärmeinsel‑Effekten, Bodenfeuchte und atmosphärischen Zirkulationsmustern zu untersuchen. Die Daten unterstützen zudem Klimamodelle, die zukünftige Extremereignisse prognostizieren sollen.
Ausblick
Die fortlaufende Beobachtung durch Sentinel‑3 und andere Copernicus‑Satelliten wird entscheidend sein, um die langfristigen Trends der europäischen Temperaturen zu verfolgen und geeignete Anpassungsstrategien zu entwickeln.