Software-Update aus großer Entfernung
Das Team, das die ESA‑Mission Hera von der Bodenstation aus betreut, hat erfolgreich ein neues Software‑Paket auf die Raumsonde übertragen. Die Aktualisierung erfolgte über die Deep‑Space‑Kommunikationsanlage, während sich Hera etwa 140 Millionen km von der Erde entfernt im Weltraum befand.
Vorbereitung auf den Asteroidenflug
Mit der neuen Software ist die Sonde nun in der Lage, die bevorstehende Vorbeiflug‑ und Beobachtungsphase um die Doppelasteroiden Didymos und dessen Mond Dimorphos im Herbst präziser zu steuern. Das Update verbessert die Navigationsalgorithmen, die Datenverarbeitung an Bord und die Telemetrie‑Übertragung.
Bedeutung für die Planetologie
Die Mission Hera soll nach dem erfolgreichen DART‑Einschlag die Struktur des Doppelasteroidens untersuchen und Messungen zur Dichte, Porosität und Oberflächenbeschaffenheit durchführen. Die aktuelle Software‑Version ermöglicht eine höhere Auflösung der Bilddaten sowie genauere Gravimetrie‑Messungen, was die wissenschaftlichen Ergebnisse deutlich stärken wird.
Technische Details des Upgrades
- Optimierte Navigationssoftware für verbesserte Bahnkorrekturen
- Erweiterte Datenkompression zur Reduktion der Übertragungszeit
- Neue Fehlerdiagnose‑Routinen für autonomes Troubleshooting
Ausblick
Nach Abschluss des Upgrades wird Hera in den kommenden Wochen ihre Instrumente kalibrieren und die finale Flugbahn zu Dimorphos festlegen. Der Herbstflug stellt den nächsten Meilenstein der ESA‑Asteroidenforschung dar und soll wichtige Erkenntnisse für künftige Deflektierungsmissionen liefern.