Zwei Wochen nach dem dreizehnten Testflug von SpaceX' Starship befindet sich die Oberstufe des Fahrzeugs noch immer im Schleppzug Richtung Küste. Die Bergungsaktion, die als ohne Präzedenzfall beschrieben wird, begann unmittelbar nach der Landung im Meer und soll das Triebwerk sowie strukturelle Bauteile bergen, um sie für weitere Analysen zu verwenden.
Die Schleppoperation erfolgt mit speziellen Schiffen, die die massive Stufe über mehrere hundert Kilometer ziehen. Dabei müssen Strömungen, Wetterbedingungen und die strukturelle Integrität des Bauteils berücksichtigt werden. Laut Unternehmensangaben handelt es sich um den bisher längsten und aufwendigsten Versuch, eine zurückgeflogene Stufe aus dem Ozean zu bergen.
Elon Musk äußerte sich in einer kurzen Bemerkung auf seiner Plattform und erklärte, dass die Erfolgschancen der Bergung derzeit gering seien. Er wies darauf hin, dass ungeahnte Schäden durch den Aufprall und das lange Verweilen im Salzwasser die Wiederverwendung stark erschweren könnten.
Trotz der skeptischen Prognose setzt SpaceX die Arbeiten fort, um so viele Daten wie möglich zu sammeln. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zukünftige Verbesserungen am Hitzeschild, an den Treibstofftanks und an der Gesamtkonstruktion des Starship-Systems informieren.
Falls die Bergung letztlich doch gelingen sollte, könnten die untersuchten Bauteile wertvolle Aufschlüsse über die Belastungsgrenzen beim Wiedereinritt geben. Sollte das Unternehmen jedoch aufgeben, würde die Fokusverlagerung auf die nächste Testflugkampagne liegen, bei der Änderungen am Flugprofil und an der Landestrategie getestet werden sollen.