Ein interdisziplinäres Projekt an der Küste von Maine
Am Passamaquoddy-Reservat Sipayik, das sich im sogenannten Downeast Maine an der Passamaquoddy Bay befindet, haben Studierende ein Kooperationsprojekt gestartet, das moderne NASA‑Satellitendaten mit dem über Generationen weitergegebenen Wissen der Passamaquoddy‑Gemeinschaft kombiniert.
Zunehmende Bedrohung durch Küstenerosion
Die Küstenlinie des Reservats verändert sich seit einigen Jahren beschleunigt. Der Verlust von Landflächen, die für die Gemeinschaft historisch und kulturell bedeutend sind, wird durch steigende Wellen und veränderte Strömungen weiter verstärkt.
Methodik: Wissenschaft und Tradition im Dialog
Die Teilnehmenden nutzen Satellitenbilder und Messdaten der NASA, um aktuelle Erosionsraten zu quantifizieren. Parallel dazu werden mündliche Überlieferungen, Beobachtungen der Ältesten und traditionelle Navigationsprinzipien dokumentiert, um langfristige Veränderungen zu verstehen.
Erwartete Ergebnisse und Nutzen
Durch die Kombination beider Wissensbestände sollen genauere Vorhersagemodelle entstehen, die sowohl die physikalischen Prozesse als auch die kulturellen Auswirkungen berücksichtigen. Die gewonnenen Erkenntnisse können sowohl der lokalen Gemeinschaft bei der Anpassungsplanung als auch der wissenschaftlichen Gemeinschaft als Beispiel für integrative Forschung dienen.
Zukünftige Schritte
- Weiterführung der Datenerhebung über mehrere Jahreszeiten
- Entwicklung gemeinsamer Bildungsprogramme für Jugendliche im Reservat
- Veröffentlichung der Ergebnisse in Fachzeitschriften und lokalen Medien