Ein seltener Blick von der Erdumlaufbahn
Am 5. Juni 2026 erfasste die Internationale Raumstation (ISS) ein eindrucksvolles Bild des Aurora Australis, das über dem Indischen Ozean zu sehen war. Die Aufnahme wurde aus einer Höhe von etwa 436 km (271 Meilen) gemacht, während die Raumstation südwestlich der australischen Stadt Perth vorbeiflog.
Ursache des Leuchtens
Das farbenprächtige Phänomen entstand während einer Phase erhöhter solarer Aktivität. Geladene Teilchen, die von der Sonne ausgestoßen werden, treffen auf das Magnetfeld der Erde und regen die dortigen Gase in der oberen Atmosphäre zur Emission von Licht an. Je nach Art des Gases erscheinen unterschiedliche Farben, wobei Grün und Rot am häufigsten vorkommen.
Beobachtungsbedingungen
Die gezeigte Aurora war besonders ausgeprägt, weil die Sonneneruptionen in den Tagen vor dem 5. Juni besonders stark waren. Die Position der ISS ermöglichte einen klaren Blick auf die polarleuchtenden Bänder, die sich über den südlichen Breiten erstreckten und bis in den Indischen Ozean reichten.
Bedeutung für die Forschung
Solche Aufnahmen unterstützen Wissenschaftler dabei, die Wechselwirkungen zwischen Sonnenwind und Erdmagnetfeld besser zu verstehen. Daten aus der ISS‑Kamera ergänzen bodengebundene Messungen und tragen zur Modellierung von Weltraumwetterereignissen bei, die für Satelliten und Stromnetze relevant sind.
Ausblick
Weitere Beobachtungen während aktiver Sonnenphasen werden erwartet, da das aktuelle Sonnenzyklusmaximum voraussichtlich bis 2027 anhält. Die ISS bleibt ein wertvolles Observatorium für die kontinuierliche Dokumentation von Polarlichtern aus dem All.