Neuer Entdeckungsweg für TESS
Die NASA-Mission TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) hat nach acht Jahren Beobachtungszeit einen Exoplaneten identifiziert, der nicht durch den üblichen Transit‑Mechanismus, sondern durch Mikrolinseneffekt gefunden wurde. Dabei wird das Licht eines Hintergrundsterns durch das Gravitationsfeld eines vorbeiziehenden Objekts gebündelt, was zu einer charakteristischen Helligkeitssteigerung führt.
Ein supermassiver Begleiter
Der gefundene Planet gehört zur Klasse der Super‑Jupiters und umkreist seinen Stern in einer sehr weiten Umlaufbahn, die deutlich außerhalb des üblichen Transit‑Suchfeldes liegt. Seine Masse übertrifft die des Jupiter um ein Vielfaches, was die Entdeckung besonders interessant für Modelle der Planetenbildung macht.
Bedeutung für die Datenanalyse
Die Entdeckung zeigt, dass die umfangreichen TESS‑Datensätze noch ungenutzte Signale enthalten, die mit alternativen Analyse‑Methoden hervorgehoben werden können. Wissenschaftler gehen davon aus, dass weitere Mikrolinsen‑Ereignisse in den bereits gesammelten acht Jahren verborgen sein könnten.
Ausblick
Forscher planen, die Methode systematisch auf das gesamte TESS‑Archiv anzuwenden, um weitere weit entfernte Planeten zu finden. Die Kombination von Transit‑ und Mikrolinsen‑Suche könnte die Zahl der bekannten Exoplaneten deutlich erhöhen und neue Einblicke in die Vielfalt planetaryer Systeme geben.