Der Perseidenstrom entsteht, wenn die Erde jedes Jahr im August durch den Staubstrom des Kometen 109P/Swift‑Tuttle zieht. Diese winzigen Partikel, meist nicht größer als ein Sandkorn, wurden vor Jahrtausenden vom Kern des Kometen freigesetzt und bewegen sich seitdem auf einer fast unveränderten Bahn um die Sonne.
Während ihres mehrjährigen Aufenthalts im interplanetaren Raum sind den Teilchen extreme Temperaturschwankungen und ständiger Bombardement durch Sonnenwind und kosmische Strahlung ausgesetzt. Diese Prozessen verändern ihre Oberfläche leicht, ändern jedoch weder ihre Masse noch ihre Flugbahn wesentlich.
Wenn die Teilchen schließlich die Erdatmosphäre erreichen, treffen sie mit Geschwindigkeiten von über 20 Kilometern pro Sekunde auf Luftmoleküle. Die kinetische Energie wird in Hitze umgewandelt, das Teilchen verdampft und ionisiert die umliegende Luft, wodurch der charakteristische Lichtstreifen entsteht, den wir als Sternschnuppe wahrnehmen.
Der Höhepunkt des Perseidenregens liegt gewöhnlich um den 12. August, wobei Beobachter unter dunklen Himmel bis zu 100 Meteoren pro Stunde zählen können. Das Phänomen bietet sowohl Amateurastronomen als auch Forschern eine wertvolle Gelegenheit, die Zusammensetzung von Kometenstaub zu studieren.