Vor etwa fünfundzwanzig Jahren ereignete sich im Sternbild Puppis eine explosive Ereignis, bei dem ein Stern seine Hülle verlor und anschließend von einer dichten Wolke aus eigenem Staub verdeckt wurde.
Die Auswurfmasse zeigte keinerlei Spuren von Wasserstoff, einem Element, das sonst fast überall im Universum vorkommt. Dieses Fehlen rätselte die Astronomen lange Zeit, weil es gegen die gängigen Modelle von Sternenexplosionen verstieß.
Erst jetzt hat sich der Staub ausreichend verzerrt, sodass die zentrale Region sichtbar wurde. Dabei zeigte sich ein weißer Zwerg, der Material von einem seltenen Heliumstern abzapft. Der Vorgang erinnert an eine klassische Nova, doch die chemische Zusammensetzung unterscheidet sich deutlich.
Zusätzlich entdeckten die Beobachter schnelle Gasklumpen, die mit einer Geschwindigkeit von etwa zwanzig Millionen Meilen pro Stunde nach außen geschleudert werden. Solche hochgeschwindigen Ausströmungen wurden bisher bei keiner bekannten Nova beobachtet.
Der Mechanismus, der diese mächtigen Ströme antreibt, bleibt unbekannt. Forschungsteams analysieren derzeit Spektroskopiedaten und hoffen, durch weitere Beobachtungen die zugrundeliegenden physikalischen Prozesse zu entschlüsseln.