Frühwarnung durch tiefe Raumfahrt
Bisher erreichen Warnungen vor geomagnetischen Stürmen die Erde oft erst rund 15 Minuten, bevor die Auswirkungen spürbar werden. Ein neu entwickeltes Messgerät aus dem Vereinigten Königreich soll diesen Vorlauf auf bis zu drei Stunden vergrößern, indem es in großer Entfernung von der Erde positioniert wird.
Das Instrument trägt die Bezeichnung MAGIC, was für MAGnetometer from Imperial College steht. Es entstand an der Imperial College London und wird als Teil einer kleineren Satellitenmission in den tiefen Raum entsandt. Ziel ist es, Sonnenereignisse früher zu erfassen als bisher möglich.
ESA-Mission HENON im Jahr 2027
Die Plattform für das Gerät ist der Heliospheric Pioneer for Solar and Interplanetary Threats Defense, kurz HENON, ein CubeSat-Projekt der Europäischen Weltraumorganisation. Der Start dieses Systems ist für das erste Quartal des Jahres 2027 vorgesehen. Mit der Kombination aus kompaktem Satellitenbau und präziser Messtechnik soll die Überwachung von solaren Bedrohungen verbessert werden.
- Kompaktes Magnetometer als Kernkomponente
- Stationierung im tiefen Weltraum zur Früherkennung
- Geplanter Startbeginn im frühen Jahr 2027
Wenn das System wie geplant funktioniert, könnten Betreiber kritischer Infrastrukturen, Satellitenbetreiber und Stromnetzbetreiber deutlich mehr Zeit für Schutzmaßnahmen gewinnen. Die Mission zeigt, wie kleine und kostengünstige Raumfahrzeuge zunehmend anspruchsvolle Aufgaben der Weltraumüberwachung übernehmen.