Kooperation für bemannten Flug mit amputiertem Athleten
Die britische Raumfahrtagentur und das private Raumfahrtunternehmen Vast haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um den paralympischen Sprinter John McFall, der unterhalb des Knies amputiert ist, möglicherweise schon 2027 in die Umlaufbahn zu befördern. Die öffentliche Berichterstattung stellte dies vor allem als Meilenstein für die gesellschaftliche Teilhabe dar.
Ein auf die Gesundheit von Raumfahrern spezialisierter Wissenschaftler ordnet das Vorhaben jedoch anders ein. Aus seiner Sicht eröffnet sich durch die Mission eine weitaus interessantere Fragestellung als die reine Repräsentation von Menschen mit Behinderung.
Neue Perspektiven auf körperliche Eignung
Der Forscher regt an, zu prüfen, ob astronautische Teilnehmer mit körperlichen Einschränkungen unter den Bedingungen des Weltraums bestimmte Vorteile aufweisen könnten. Anstatt den Flug nur als symbolischen Akt zu betrachten, lohne es sich, die physiologischen und praktischen Aspekte einer solchen Besatzung wissenschaftlich zu begleiten.
- John McFall ist paralympischer Sprinter und unterhalb des Knies amputiert.
- Ziel ist ein orbitaler Flug frühestens im Jahr 2027.
- Die Vereinbarung wurde zwischen der UK Space Agency und Vast getroffen.
- Ein Raumfahrtmediziner plädiert für eine über Inklusion hinausgehende Betrachtung.