Vorschlag für ausfahrbare, pressurisierte Tunnel auf dem Mars
Im Rahmen des NASA‑Programms Moon to Mars eXploration Systems and Habitation (M2M X‑Hab) 2026 Academic Innovation Challenge hat ein Team der University of Michigan ein System aus ausfahrbaren, pressurisierten Tunneln vorgestellt. Die Idee besteht darin, das Astronautenhabitat mit anderen Oberflächenanlagen wie Laboren, Lagern oder Fahrzeugen über flexible Röhren zu verbinden.
Die Tunnel wären mit Aktuatoren ausgestattet, die es ermöglichen, sie bei Bedarf auszufahren und wieder einzuziehen. Dabei würde ein konstanter Innendruck gehalten, sodass Astronauten ohne Anzug zwischen den Modulen wechseln könnten. Dies soll die Zeit für Vorbereitungen und den Aufwand beim An‑ und Ausziehen von Raumanzügen erheblich reduzieren.
- Ausfahrbare Struktur aus leichtem Verbundmaterial
- Integrierte Druckregelung für konstanten Innenraumdruck
- Automatisierte Steuerung über Aktuatoren
- Kompatibilität mit bestehenden Habitat‑Modulen
Laut den Studierenden könnte das System insbesondere bei langen Missionen wertvolle Arbeitsstunden einsparen und die Sicherheit erhöhen, da der Wechsel zwischen den Modulen ohne Exposition gegenüber der maritimen Umgebung erfolgen würde. Noch sind jedoch weitere Tests nötig, um die Lebensdauer der Dichtungen und die Energieversorgung der Aktuatoren unter marsianischen Bedingungen zu validieren.
Die Herausforderung sieht vor, dass die Studierenden ihre Konzepte in Form von Berichten und Präsentationen einreichen. Das Michigan‑Team plant, im nächsten Schritt ein kleines Protomodell zu bauen, um die Funktionsweise der Aktuatoren und die Dichtigkeit bei wechselnden Temperaturen zu demonstrieren. Erfolgreiche Tests könnten die Grundlage für eine spätere Integration in zukünftige Mars‑Habitat‑Entwürfe bilden.