Vertragsvergabe für Frühwarnsystem
Die US-Raumfahrtbehörde Space Development Agency (SDA) hat mit zwei privaten Raumfahrtunternehmen Vereinbarungen über die Lieferung von insgesamt 36 Satelliten getroffen. Das Gesamtvolumen der Aufträge beläuft sich auf 1,75 Milliarden US-Dollar. Ziel ist die Erweiterung des amerikanischen Netzwerks zur weltweiten Verfolgung von Raketenstarts.
An dem Projekt sind L3Harris und Sierra Space beteiligt, die gemeinsam die Satellitenkonstellation für die nächste Ausbaustufe des Systems aufbauen sollen. Die Raumfahrzeuge sind für die Detektion und Verfolgung von ballistischen und hypersonischen Flugkörpern vorgesehen.
- 36 Satelliten sollen gebaut werden
- Gesamtauftragswert von 1,75 Milliarden Dollar
- Zwei Hauptauftragnehmer: L3Harris und Sierra Space
- Träger der Initiative ist die Space Development Agency
Hintergrund des Vorhabens
Die Beschaffung ist Teil eines laufenden Programms der US-Regierung, das militärische Weltraumfähigkeiten schrittweise modernisiert. Durch die zusätzlichen Satelliten soll die Lückenlosigkeit der Überwachung verbessert und die Reaktionszeit bei potenziellen Bedrohungen verkürzt werden. Die SDA setzt dabei auf eine verteilte Architektur mit zahlreichen kleineren Einheiten im niedrigen Erdorbit.
Mit der nun bekanntgegebenen Tranche wird die bisherige Flotte weiter vergrößert. Die genauen Zeitpläne für den Start und die Inbetriebnahme der Satelliten wurden in der Mitteilung nicht im Detail benannt.