Ein außergewöhnlicher Radioausbruch
Mit dem Very Large Array (VLA) der National Science Foundation wurde ein intensiver Radioimpuls registriert, der von einem bislang kaum bekannten astrophysikalischen Vorgang stammt. Dabei handelt es sich um die Zerstörung eines Sterns durch ein sogenanntes intermediäres Schwarzes Loch, das eine Masse zwischen den typischen stellaren und supermassiven Varianten aufweist.
Nachglühen eines seitlich gerichteten Jets
Die Analyse der Messdaten legt nahe, dass der beobachtete Funke das Nachglühen eines leistungsstarken Jets darstellt, der nicht direkt auf die Erde gerichtet ist. Solche Jets entstehen häufig, wenn Materie in die Nähe des Ereignishorizonts gelangt und dabei enorme Energiemengen freisetzt. Da der Strahl nicht entlang unserer Sichtlinie ausgerichtet ist, erscheint er als schwächeres, aber dennoch nachweisbares Radiophänomen.
Bedeutung für die Forschung
Das Ergebnis erweitert das Verständnis von Zwischenmassenschwarzen Löchern, deren Existenz bislang durch wenige Beobachtungen belegt ist. Der Nachweis eines seitlich sichtbaren Jets liefert Hinweise darauf, dass auch diese Objekte in der Lage sind, hochenergetische Ausbrüche zu erzeugen, ähnlich denen, die bei supermassiven Schwarzen Löchern beobachtet werden.
Veröffentlichung und Ausblick
Die Resultate wurden in den Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. Weitere Beobachtungen mit dem VLA und ergänzenden Instrumenten sollen klären, wie häufig solche Ereignisse auftreten und welche Rolle sie im kosmischen Energiestoffwechsel spielen.