Vorgesehene Regelung zur Befreiung von Umweltvorschriften
Das US-Verkehrsministerium (Department of Transportation) hat einen Entwurf vorgelegt, der die Lizenzierung kommerzieller Weltraumstarts von zahlreichen Umweltvorschriften ausnehmen soll.
Der Vorschlag sieht vor, dass bestimmte Prüfungen und Genehmigungsverfahren, die bislang im Rahmen des National Environmental Policy Act und anderer Bundesumweltgesetze erforderlich waren, für kommerzielle Trägerraketenstarts nicht mehr Anwendung finden würden.
Vertreter der Raumfahrtindustrie begrüßen die Initiative, da sie erwarten, dass die Verwaltungslast reduziert und die Zeit bis zum Start verkürzt werden könnte.
Umweltschutzorganisationen hingegen äußern Bedenken, dass ein Wegfall dieser Auflagen potenziell negative Auswirkungen auf lokale Ökosysteme, Luftqualität und Lärmbelastung haben könnte.
Die Behörde betont, dass die Änderung ausschließlich den Lizenzierungsprozess betrifft und dass Sicherheitsstandards für die Trägerraketen unverändert bleiben würden.
Ein offizieller Kommentarzeitraum ist vorgesehen, in dem Interessengruppen Stellung nehmen können, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Der Entwurf wurde im Bundesregister veröffentlicht und lädt zur öffentlichen Konsultation ein, wobei Stellungnahmen von Unternehmen, Wissenschaftlern und Bürgerinitiativen erwünscht sind.
Sollte die Regelung final angenommen werden, würden sie sich voraussichtlich auf alle kommerziellen Startlizenzen auswirken, die von der FAA’s Office of Commercial Space Transportation unter Aufsicht des Verkehrsministeriums erteilt werden.