Der Mars besitzt zwar große Vorkommen von Wassereis an seinen Polen, doch für bemannte Missionen sind Landeplätze näher am Äquator attraktiver, weil dort die Sonnenenergie konstanter verfügbar ist und die Temperaturen milder sind.
Methodik und Ergebnisse
Das Planetary Science Institute (PSI) hat unter der Leitung von Hanna Sizemore und Samuel Courville zwei neue Studien veröffentlicht, die globale Karten des unterirdischen Wassereises vorstellen. Dabei kombinierten die Wissenschaftler Messdaten von Radar- und Neutronenspektrometern an Orbiter-Satelliten mit statistischen Modellen, um die Wahrscheinlichkeit von Eis in verschiedenen Tiefen zu berechnen.
Die Karten zeigen Regionen mit hoher Wahrscheinlichkeit für Untergrundwasser, vor allem in mittleren Breitenlagen, sowie Gebiete, in denen das Eis eher unwahrscheinlich ist. Die Autoren betonen, dass die aktuelle Unsicherheit noch beträchtlich ist und dass gezielte Messungen vor Ort nötig sind, um die Karten zu verfeinern.
Um die Sicherheit der Karten zu erhöhen, schlagen die Forscher den Einsatz von Bodendar- und Neutroneninstrumenten auf zukünftigen Landern oder Rovers vor. Zusätzlich könnten wiederholte Überflüge mit verbesserten Radarantennen helfen, die räumliche Auflösung zu steigern. Solche Daten wären entscheidend für die Auswahl von Landeplätzen, bei denen Astronauten Wasser für Lebenstütze und Treibstoffgewinnung nutzen könnten.