Beobachtung eines kosmischen Leuchtturms
Ein im All eingesetztes Röntgenobservatorium hat die magnetische Struktur in der Umgebung eines Pulsars untersucht, der wegen seiner regelmäßigen Strahlungsausbrüche oft als kosmischer Leuchtturm bezeichnet wird. Die gewonnenen Daten erlauben erstmals einen detaillierten Blick auf die Feldlinien in dessen Teilchenwake.
Das Neutronensternsystem gibt energiereiche Teilchen in einem schmalen Strahl ab, der bei der Rotation periodisch in Richtung Erde zeigt. Durch die Polarisation des aufgefangenen Röntgenlichts konnten Forscher die Ausrichtung der Magnetfelder in der vom Pulsar hinterlassenen Plasmawolke rekonstruieren.
Bedeutung für die Astrophysik
Die Vermessung solcher Felder liefert Hinweise darauf, wie geladene Teilchen in extremen Umgebungen beschleunigt werden. Die Ergebnisse ergänzen bisherige Radiound optische Studien und helfen, das Verhalten von Materie unter stärksten magnetischen Bedingungen besser zu verstehen.
- Pulsar sendet gebündelte Strahlung wie ein Leuchtturm aus
- Röntgenpolarimetrie macht Magnetfeldorientierung sichtbar
- Wake des Pulsars wurde erstmals magnetisch kartiert