Messungen mit Röntgenteleskopen
Die ESA‑Mission XMM-Newton und das NASA‑Observatorium Chandra haben gemeinsam nach den Nachhallspuren von drei besonders hellen Supernova‑Explosionen im äußeren Teil der Milchstraße gesucht. Die entdeckten Röntgen‑Echos ermöglichen eine direkte Distanzbestimmung zu den betroffenen Regionen.
Ergebnisse zur Armstruktur
Die Analyse ergab, dass die betroffenen Spiralarme – die Perseus‑ und Norma‑Arme sowie ein weiterer, weniger gut kartierter Arm – bis zu zehn Prozent weiter von der Sonne entfernt sind als in früheren Modellen angenommen. Diese Korrektur hat Auswirkungen auf die geschätzte Gesamtgröße der Galaxie und auf Modelle der Sternentstehung in den äußeren Bereichen.
Bedeutung für die Galaxienforschung
Ein genaueres Abstandswissen verbessert die Kalibrierung von Rotationskurven und die Bestimmung der dunklen Materieverteilung. Zudem liefert die neue Distanzinformation wichtige Parameter für die Berechnung von Sternpopulationen und für die Planung zukünftiger Beobachtungen im Infrarot‑ und Radiobereich.
Ausblick
Weitere Beobachtungen mit XMM-Newton, Chandra und kommenden Missionen wie dem ESA‑Projekt Athena sollen die Struktur der äußeren Galaxie weiter verfeinern und mögliche zusätzliche Spiralarm‑Features aufdecken.