Boeing gewinnt Auftrag für nächste Generation militärischer Satelliten
Die US‑Space‑Force hat Boeing den Zuschlag für die Entwicklung und den Bau von zwei fortschrittlichen Kommunikationssatelliten erteilt. Der Vertrag hat ein maximales Volumen von 2 Milliarden US‑Dollar und wurde nach einem Wettbewerbsverfahren vergeben, bei dem auch Lockheed Martin ein Angebot eingereicht hatte.
Die neuen Satelliten sollen die bestehende Kommunikationsinfrastruktur der Space Force modernisieren und höhere Datenraten sowie verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber elektronischer Störung bieten. Boeing wird die Systeme von der Konzeptphase bis zur Inbetriebnahme betreuen und arbeitet dabei eng mit dem US‑Verteidigungsministerium zusammen.
Der Standort des Vertrags ist Washington, wo das Pentagon die strategische Bedeutung der Satelliten für globale Militärkommunikation betont hat. Die Fertigung wird voraussichtlich in Boeings bestehenden Fertigungsstätten für Raumfahrtkomponenten stattfinden.
Lockheed Martin, das bislang mehrere Satellitenprogramme für die US‑Militärbehörden realisierte, wurde im Auswahlverfahren nicht berücksichtigt. Boeing sieht den Auftrag als wichtigen Schritt, um seine Position im militärischen Raumfahrtsektor zu stärken.
Die beiden Satelliten sollen in den kommenden Jahren gestartet werden, wobei die genauen Starttermine von der Verfügbarkeit geeigneter Trägerraketen abhängen. Die Space Force plant, die neuen Systeme in ihr bestehendes Netzwerk zu integrieren, um die Kommunikationsfähigkeit von Truppen weltweit zu verbessern.