In den Stunden vor dem Sonnenaufgang zeigt sich manchmal ein schwacher, dreieckiger Lichtschein über dem östlichen Horizont. Dieses Phänomen wird als Zodiacallicht bezeichnet und entsteht, wenn Sonnenlicht von winzigen Staubpartikeln im inneren Sonnensystem gestreut wird.
Was ist das Zodiacallicht?
Das Zodiacallicht ist kein Licht von Sternen oder Planeten, sondern das gestreute Sonnenlicht eines Staubwolken, die sich in der Ebene der Planetenbahnen befindet. Der Staub stammt hauptsächlich von Kometen und Asteroiden und reflektiert das Sonnenlicht ähnlich wie ein schwacher Nebel.
Wann und wo lässt es sich am besten beobachten?
- Die besten Sichtungszeiten liegen in den Wochen um den Frühlings- und Herbstäquinoktium, jeweils kurz vor Sonnenaufgang beziehungsweise nach Sonnenuntergang.
- Ein extrem dunkler Himmel fernab von Stadtlicht ist notwendig; selbst schwache Lichtverschmutzung kann das Licht überstrahlen.
- Der Beobachter sollte nach Osten schauen, wobei das Licht als schwacher, pyramidenförmiger Schein erscheint, der sich vom Horizont nach oben erstreckt.
Tipps für die Beobachtung
Kein Teleskop oder Fernglas ist erforderlich; das bloße Auge reicht aus, vorausgesetzt die Augen sind an die Dunkelheit gewöhnt (mindestens 20 Minuten Dunkeladaptation). Ein leicht erhöhtes Beobachtungsplatz verbessert den Horizontblick. Wer ein Foto machen möchte, benötigt eine lange Belichtungszeit und ein Stativ, da das Licht sehr schwach ist.