Ungewöhnliche Bahnänderung führte zur Entdeckung
Himmelskörper, die sich im Sonnensystem bewegen, folgen in der Regel gut berechenbaren Pfaden. Wenn ein Objekt von seiner vorhergesagten Route abweicht, suchen Forscher nach der Ursache. In einem aktuellen Fall wies ein als Asteroid eingestufter Körper eine Verschiebung seiner Umlaufbahn auf, die sich zunächst nicht durch Schwerkrafteinflüsse allein erklären ließ.
Die Untersuchung ergab, dass es sich bei dem Objekt nicht um einen gewöhnlichen Asteroiden handelt. Stattdessen wurde es als sogenannter dunkler Komet klassifiziert. Solche Objekte unterscheiden sich von klassischen Kometen dadurch, dass ihnen die auffälligen Staub- und Gasschweife fehlen, die sonst typisch für diese Himmelskörper sind.
Wie Kometen sichtbar werden
Üblicherweise erkennen Astronomen Kometen an einer Koma genannten Atmosphäre sowie an Schweifen. Diese entstehen, wenn die Sonnenstrahlung das Eis auf der Oberfläche eines Kometen verdampfen lässt. Das freigesetzte Material reflektiert das Sonnenlicht und erzeugt ein charakteristisches Leuchten durch Staub und Wassertröpfchen.
Darüber hinaus hat der Prozess der Gasfreisetzung eine physikalische Folgewirkung. Das entweichende Gas wirkt wie ein极小er Schubantrieb und verändert die Flugbahn des Kometen leicht. Genau dieser Effekt lieferte bei dem rätselhaften Objekt den Hinweis auf seine wahre Natur, da die beobachtete Bahnkorrektur ohne sichtbare Koma oder Schweifbildung auftrat.
- Dunkle Kometen zeigen keine klassischen Schweife
- Gasausstoß verändert die Bahn eines Kometen
- Bahnabweichungen können auf verborgene Aktivität hindeuten