Start der MESSENGER-Mission
Am 3. August 2004 hob die NASA die Raumsonde MESSENGER vom Startkomplex 17B des Weltraumzentrums Cape Canaveral ab. An Bord einer Delta II-Trägerrakete begann die Reise zum innersten Planeten des Sonnensystems.
Wissenschaftliche Ziele
Die Mission sollte erstmals eine Umlaufbahn um Merkur erreichen, um die geologische Struktur, die chemische Zusammensetzung, das Magnetfeld und die Oberfläche des Planeten detailliert zu kartieren. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Suche nach Wassereis in den dauerhaft schattierten Kratern nahe den Polen.
Technik und Flugverlauf
MESSENGER wurde vom Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory entwickelt und trug sieben wissenschaftliche Instrumente, darunter Spektrometer, einen Magnetometer und ein Kamerasystem. Vor der Eintritt in die Umlaufbahn führte die Sonde mehrere Swing-bys an Erde, Venus und Merkur selbst durch, um Geschwindigkeit zu reduzieren.
Ergebnisse und Ende
Nach dem Eintritt in die Umlaufbahn im März 2011 lieferte MESSENGER umfassende Daten, bestätigte das Vorhandensein von Wassereis und kartierte fast die gesamte Oberfläche. Die Mission endete am 30. April 2015 mit einem kontrollierten Aufprall auf den Planeten, wobei die gewonnenen Erkenntnisse die Grundlage für zukünftige Merkurmissionen bilden.