Beobachtungen erhellen kosmische Materiezufuhr
Forschende haben mit Hilfe des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) bisher unerreichte Einblicke in den Mechanismus gewonnen, durch den supermassereiche Schwarze Löcher im Zentrum von Galaxien mit Material versorgt werden. Die aufgenommenen Bilder dokumentieren gasförmige Strukturen, welche die heiße äußere Hülle einer Galaxie mit der rotierenden Scheibe aus Gas am Kern verbinden, wo das Schwarze Loch die Materie aufnimmt.
Die dargestellten Filamente bilden offenbar ein Leitungssystem, über das Gas aus dem galaktischen Umfeld in Richtung des Zentrums transportiert wird. Eine solche Verbindung war in dieser Deutlichkeit zuvor nicht erfassbar, da erdgebundene und ältere orbitale Instrumente nicht über die nötige Empfindlichkeit im infraroten Spektralbereich verfügten.
Bedeutung für die Astrophysik
Die Beobachtungen stellen einen Fortschritt im Verständnis der Entwicklung aktiver Galaxienkerne dar. Da supermassereiche Schwarze Löcher das Wachstum und die Strahlung von Galaxien beeinflussen, hilft die Klärung ihrer Versorgung mit Brennstoff, Modelle zur kosmischen Strukturbildung zu präzisieren.
- JWST lieferte die schärfsten je erhaltenen Bilder der Gasbrücken
- Die Filamente verknüpfen heiße Galaxienatmosphäre und zentrale Gasscheibe
- Ergebnisse unterstützen Theorien zur Materieanlieferung an Schwarze Löcher
Weitere Untersuchungen mit dem Teleskop sollen folgen, um die Dynamik und Zusammensetzung der beobachteten Filamente genauer zu bestimmen. Astronomische Institute werten die Daten gegenwärtig im Rahmen laufender Beobachtungsprogramme aus.